Es hat geschneit und im Zelt sind morgens gar nicht kuschelige gef├╝hlte 0 Grad. W├Ąhrend des Fr├╝hst├╝cks schneit es wieder mehr und wir sind nicht sehr motiviert. Nach den Fr├╝hst├╝ck brechen wir trotzdem gem├╝tlich auf, was bleibt uns anderes ├╝brig ­čÖé

W├Ąhrend es anfangs noch sehr bedeckt und kalt, mit gelegentlichen Nieselregen, ist, wird es immer klarer und die Sonne schaut zwischen den Wolken raus. Solange es windstill ist, ist es richtig warm. Der kalte Wind aus den Bergen ist aber eiskalt, so dass wir st├Ąndig entweder schwitzen oder frieren. Die Landschaft ist wundersch├Ân, rechts das Gebirge mit schneebedeckten, zerkl├╝fteten Bergspitzen, links der t├╝rkise Nordenskj├Âld See und dahinter noch mehr schneebedeckte Berge.

Der Pfad ist nicht leicht, es geht ├╝ber gro├če Steine hinweg und durch dichtes Geb├╝sch. Im Gegensatz zu fr├╝heren Wanderungen, ist hier mehr los und wir begegnen auch anderen Wanderern. Irgendwann sehen wir die zweifarbige Felsformation Cuernos. Wir h├Âren einen Guide erkl├Ąren, dass die Berge aus Marmor sind und die Farbe der Mineralien aus den umliegenden Gesteinen annehmen.

Irgendwann kommen wir am wundersch├Ânen Refugio Cuernos an und schauen neidisch auf die Privath├╝tten die man dort mieten k├Ânnte. Unser Ziel ist allerdings das weniger sch├Âne Refugio Franc├ęs, das zwei Stunden weiter entfernt ist – von Cuernos w├╝rden wir die geplante morgige Strecke aber kaum schaffen. 18:30 treffen wir endlich an unserem Refugio ein, registrieren uns und beziehen unser Zelt. Im Hintergrund donnert es immer wieder, das ist aber kein Gewitter, sondern abgehende Lawinen im Gebirge, bis hier zu uns kommen die aber angeblich nicht.