Eigentlich wollten wir für heute “Huacachina und Nazca-Linien” schreiben, das hat aber nicht ganz geklappt… Wir sind morgens schon recht früh von der Unterkunft aufgebrochen, da wir uns vorgenommen hatten in Huacachina VOR dem anderen Touristen zu sein und dann noch kurz vor Schließung (also NACH den ganzen Touristen) auf die Aussichtsplattform bei den Nazca-Linien zu steigen.

In Huacachina angekommen, trafen wir auf das genaue Gegenteil den Oase von gestern, es ist ein richtiges kleines Touristendorf. Schon am Ortseingang schmissen sich die Verkäufer von Touren quasi vor dem Bus. Wir mussten aber erst mal einen sicheren Parkplatz für den Van finden und haben inzwischen gelernt, dass die erste angebotene Tour immer den höchsten Preis hat, bei gleicher Leistung.

Nach dem Parken schlenderten wir rum und fanden einen Anbieter, der uns eine Buggy-Tour und Sandboarding zu einem guten Preis verspracht und so saßen wir kurze Zeit später schon im Buggy und heizten abenteuerlich durch die erstaunlich hohen Dünen.

Danach stand Sandboarding auf dem Programm. Endlich! Die Dünen sind natürlich viel kürzer als eine schöne Piste in Österreich. Es war trotzdem sehr cool, auch wenn das Hochlaufen der Düne nach jeder Abfahrt ziemlich kräftezehrend war. Wir hatten trotzdem eine Menge Spaß mit de Boards und dem Buggy.

Hätten wir den Touranbieter mal zuerst gesehen?

Auf dem Weg zu den Nazca-Linien haben wir noch ein Schild nach CIUDAD PERDIDA DE HUAYURI, eine “antiken Stadt”, gesehen und uns die auch noch kurz angeschaut. Es stehen nur noch ein paar Grundmauern, aber die Felswüste außenrum ist phänomenal schön. Das war eine Prä-Inka Siedlung.

Die Nazca-Linien haben wir dann nicht mehr bei Tageslicht erreicht. Wir standen 2 Stunden in einen Stau, bis wir uns schließlich getraut haben, wie andere Autofahrer auch, am Stau vorbei zu fahren um einen wilde Umgehungsstraße zu nehmen (Furt statt Brücke). Wir haben damit gewartet bis es dunkel wurde, damit die Polizeistation, an der wir vorbei mussten, uns nicht direkt als Gringos erkennen konnte, denen man ein bisschen Geld anknöpfen könnte. Dafür mussten wir die Nazca-Linien auf den nächsten Tag verschieben, im dunklen sind wir am Parkplatz vorbei gefahren.

Leider haben wir keinen Platz gefunden, wo wir in Camper schlafen könnten und der beste Ort zum Campen im Freien wäre auf dem Parkplatz der Nazca-Linien gewesen. Da war aber kein anderer Camper und der Security-Typ hat uns nur aus der Ferne ins Gesicht geleuchtet, also sind wir weiter in ein möglichst billiges Hotel gefahren.

Wenigstens konnten wir auf den Markt in Nazca in der Nähe des Hotels unseren Sockenvorrat auffüllen. Bei jeder Wäsche scheint es ein Paar weniger zu werden, dafür hatten wir letztes Mal einen fremden Socken dabei ?

Das habe ich noch nie gesehen, Kinder können auf dem Jahrmarkt Bilder ausmalen.